SOS-Kinderdörfer in Venezuela

SOS-Kinderdorf begann 1978 in der Region Maracaibo mit der Unterstützung gefährdeter Kinder in Venezuela. Seitdem haben wir unsere Aktivitäten im Land verstärkt und sind derzeit an vier Standorten tätig.


Die Regierung Chávez hat Veränderungen herbeigeführt, um das Leben gefährdeter Familien zu verbessern

In letzter Zeit hat sich die Lage allerdings gewandelt und Venezuela erlebt eine Zeit großer Unsicherheit. Da der Ölpreis drastisch gesunken ist, hat die Regierung weniger in Sozialprogramme investiert. Dies hatte für viele Familien ernsthafte Konsequenzen. In den letzten Jahren leben immer mehr Menschen in Armut; eine Studie aus dem Jahr 2016 stuft 82 Prozent der Haushalte als arm ein.

Immer mehr Familien kämpfen darum, um ihre Kinder ernähren und Grundgüter kaufen zu können. Die Preise steigen ständig an. Dazu kommt, dass viele Grundgüter knapp sind. Wenn sie verfügbar sind, so müssen sich die Menschen stundenlang anstellen um Nahrung, Windeln, Seife, Toilettenpapier und andere notwendige Güter kaufen zu können. Viele Medikamente sind beispielsweise knapp, sogar in Krankenhäusern. Tausende Patienten erhalten nicht die notwendige medizinische Betreuung und dies bedeutet, dass ihr Leben in Gefahr ist.

Venezuela ist ein extrem gefährliches Land. Es hat weltweit eine der höchsten Raten jener Menschen, die gewaltsam zu Tode kommen. Rund 28.470 Menschen wurden 2016 ermordet. Die Gewalt ist in allen Städten hoch, Caracas ist besonders unsicher.

Kindere und junge Menschen sind gefährdet