Ein Neubau wird nötig

Teil 3/5

In den folgenden Jahren wurden in allen Bundesländern SOS-Kinderdörfer errichtet und nach wie vor gab es in Innsbruck die einzige Jugend-Einrichtung, in der Jugendliche aus ganz Österreich Aufnahme fanden.
 

Mittagessen vor dem SOS-Jugendhaus












 


Mittagessen vor dem SOS-Jugendhaus
Foto: R. Maurhard

 

1958 wurde aufgrund des enormen Zustroms der Beschluss zu einem Neubau gefasst und zügig umgesetzt. Mit seinen Sport- und Freizeitmöglichkeiten (Natur direkt vor der Haustüre, Fussballplatz, Turnsaal) war diese Einrichtung zu jener Zeit einzigartig in der Jugendbetreuung. Bald aber gelangte auch dieser Neubau an die Grenzen seiner Kapazitäten. Waren es doch in Spitzenzeiten bis zu hundert Jugendliche, die begleitet, gefördert und betreut sein wollten.

Abgesehen davon, dass diese „Großgruppen“ gegen das pädagogische Konzept der familiennahen SOS-Betreuung sprach, bedeutete diese Übersiedelung für viele der jungen Menschen, die gerade begonnen hatten, in ihrer SOS-Familie Fuß und Vertrauen zu fassen, einen weiteren schmerzhaften Bruch in ihrer persönlichen Geschichte.
 

"Am Brunnen vor dem Hause"














 

"Am Brunnen vor dem Hause"
 

Foto: R. Maurhard
 

 

Daher wurden bald darauf in allen österreichischen Landeshauptstädten SOS-Kinderdorf-Jugendeinrichtungen etabliert. So konnte einerseits das breitere urbane Ausbildungsangebot genutzt werden, andererseits durch die relative Nähe zum SOS-Kinderdorf der Kontakt zur SOS-Kinderdorf-Mutter, den Geschwistern und dem vertrauten sozialen Umfeld gehalten werden.

 Neubau Jugendhaus Egerdach














 

Neubau : Jugendhaus Egerdach
Foto: R. Maurhard

 

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