Die Hermann-Gmeiner-Akademie entsteht

Teil 4/5

1979 initiierte Hermann Gmeiner die Planung und Errichtung der SOS-Kinderdorf-Hermann-Gmeiner-Akademie. Dies geschah aus folgenden Überlegungen heraus:

Ab den 60er und vor allem in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts expandiert die humanitäre SOS-Kinderdorf-Idee weltweit. Die Bedürfnisse der Kinder, die in Not geraten, bleiben unverändert: Sie brauchen heilsame Erfahrungen in einem Nest, das sie wärmt, beschützt und ihnen Mut macht, auf ihrem Weg in eine selbst bestimmte Zukunft. 

Das neue Jugendhaus













 

Das neue Jugendhaus mit dem noch unverbauten Blick auf Innsbruck
Foto: R. Maurhard

 

Da SOS-Kinderdorf in allen Kulturen, Ethnien und Religionen beheimatet ist, sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen verschieden, wie Kinder durch das SOS-Kinderdorf Hilfe erfahren. So gibt es je nach Notwendigkeit zu den SOS-Kinderdorf- Familien: SOS-Schulen, medizinische und therapeutische Einrichtungen, Sozialzentren, Werkstätten und andere.

Die Globalisierung der SOS-Kinderdorf-Idee einerseits und die soziokulturelle Vielfalt in der kinderdörflichen Arbeitswelt andererseits stellen hohe Anforderungen an die beruflichen und sozialen Kompetenzen seiner MitarbeiterInnen. Die Hermann-Gmeiner-Akademie schafft mit ihrem Angebot einen Rahmen zur Förderung und Unterstützung der nationalen und internationalen SOS-Kinderdorf-Arbeit.

Um den Bau realisieren zu können, wurde der Altbau des Jugendhauses abgetragen und an seiner Stelle das große, dicht an den Hang geschmiegte Haus errichtet.

Das „neue“ Jugendhaus, das mit der Akademie verbunden wurde, blieb vorerst weiter als Solches bestehen, ehe die Jugendlichen Anfang der neunziger Jahre nach Telfs übersiedelten und das frei werdende Gebäude als Sitz von SOS-Kinderdorf-International adaptiert wurde.

Lesen Sie mehr:

Teil 5/5: Warum sind hier keine Kinder?

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