Hermann-Gmeiner-Tag 2012

Rückblick

Den diesjährigen Hermann-Gmeiner-Tag gestaltete die Kulturinitiative ubuntu, die seit Beginn des Jahres eine Abteilung der Hermann-Gmeiner-Akademie ist. Die afrikanische Lebensphilosophie ubuntu, die auf menschlichen Werten wie Vertrauen, Verantwortung, Würde, Liebe, Respekt und Gemeinschaft beruht, stand auch inhaltlich im Mittelpunkt. Walter Waltz Anyanwu, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kulturinitiative hat sich ein besonderes „ubuntu-Incentive“ einfallen lassen:

Begegnen, erfahren, erinnern, handeln ... 


Hermann-Gmeiner-Tag 2012 in der SOS-Kinderdorf Hermann-Gmeiner-Akademie
 

Eine Formel, mit der Walter Waltz Anyanwu seine ubuntu-Präsentation einleitete. Jede Erfahrung beginnt mit einer Begegnung, jede Erinnerung an das Erfahrene macht unser Wissen aus. Er blickte zurück in die Historie von SOS-Kinderdorf und arbeitete Werte

heraus: Gemeinschaft, Verantwortung, Vertrauen, Respekt, Toleranz, Solidarität, Selbstverantwortung, Würde, Liebe… und zeichnete ein geistiges Bild Hermann Gmeiners. Der werte-orientierte, historische Rückblick auf die Entstehung von SOS-Kinderdorf sollte aufzeigen, dass sich der „Spirit“ von damals bis heute mit dem Wertebegriff ubuntu erklären lässt. 

Walter Waltz Anyanwu holte die verschiedensten MitarbeiterInnen zu sich, ließ sie in die verschiedensten, internen Rollen schlüpfen: Eine Fundraiserin wurde zur Betreuerin im BIWAK, ein Geschäftsführer zum Pädagogen etc.
 

Hermann-Gmeiner-Tag 2012 in der SOS-Kinderdorf Hermann-Gmeiner-Akademie

Gemeinsam spannten sie ein Netz, das nur solange gespannt war, solange alle gleichermaßen daran zogen. Sobald ein/e MitarbeiterIn locker ließ, fiel es in sich zusammen. Das sogenannte ubuntu-Netz machte erfahrbar, wie sehr alle MitarbeiterInnen

gefordert sind, sich gegenseitig zu unterstützen und achtsam miteinander umzugehen, um die umfassende Betreuung der Kinder in den SOS-Kinderdörfern gewährleisten zu können. Jede/r MitarbeiterIn in seinem Bereich, in seiner Abteilung, auf seine Art …

Hermann-Gmeiner-Tag 2012
Als weiteres „ubuntu-Spiel“ stand ein gemeinsamer Hausbau am Programm: Alle MitarbeiterInnen, die Waltz Anyanwu zu sich holte, erklärten ihre Aufgaben:

Die Funktionen der einzelnen Bausteine galten sinnbildlich für die Aufgaben bei SOS- Kinderdorf: Bsp. Generalsekretär Richard Pichler wählte das Dach als schutzgebende Funktion. Geschäftsführer Christian Moser wählte die Tür, als sinnbildliche Offenheit für die Bedürfnisse der Kinder bzw. der MitarbeiterInnen ...
 

Im Anschluss an das „ubuntu-Incentive“ mit Walter Waltz Anyanwu fuhren die TeilnehmerInnen in das SOS-Kinderdorf nach Imst, um einer Messe für den Gründer beizuwohnen und Zeit zu haben - für den gegenseitigen Austausch über seinen Fachbereich hinaus: Kollegen treffen, Erfahrungen austauschen, neue Erkenntnisse gewinnen…

Begegnen, erfahren, erinnern, handeln.

Die Formel von Walter Waltz Anyanwu wurde am 26. April 2012 von allen teilnehmenden MitarbeiterInnen gelebt und bei Kaffee und Kuchen im „Mütterhaus“ ließ man den Tag gemütlich ausklingen.

Der Hermann-Gmeiner-Tag steht ganz im Zeichen des Gründers, soll aber neben dem Rückblick auf die Vergangenheit vor allem auch den „Spirit“ hochleben lassen. Ganz im Sinne Hermann Gmeiners sollen die MitarbeiterInnen motiviert werden, an der guten Idee für notleidende Kinder weiter zu arbeiten und weiter in ihren Aufgaben zu investieren. Mit den Werten von ubuntu und einem wohlwollenden Gemeinschafts-Gedanken soll dies auch in Zukunft gelingen!

 

Hermann-Gmeiner-Tag 2012 in der SOS-Kinderdorf Hermann-Gmeiner-Akademie
Sie zeichneten für die Organisation des Hermann-Gmeiner-Tages 2012 verantwortlich: 
Walter Waltz Anyanwu, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kulturinitiative ubuntu und verantwortlich für die ubuntu-Schulprojekte gemeinsam mit Christian Honold, Geschäftsführer der Hermann-Gmeiner-Akademie und Brigitta Schatz, engagierte Praktikantin der Akademie.






Fotos: J. Sparber