William Silva dos Santos

Williams Motto: "Machen wir die Welt zu einem besseren Ort!"

William Silva dos Santos hat nicht viel Erinnerung an seine Kindheit vor der Aufnahme ins SOS-Kinderdorf Rio Bonito, Brasilien. Erst später erfuhr er, dass er einmal tagelang ohne Essen mit seinen Geschwistern eingesperrt war. Jetzt lebt er für die Worte aus Michael Jacksons Song: „heal the world, make it a better place for you and for me“.

Foto: © SOS-Archiv
Nachdem William als 8-Jähriger in eine liebevolle und fürsorgliche SOS-Familie aufgenommen wurde, erfuhr er durch eine deutsche Familie zusätzliche Unterstützung. Seine Patin Susanne Garavy ermutigte ihn dazu, fleißig zu lernen, und die Familie übernahm die Kosten für Williams Besuch einer Privatschule. Bald begann William, seinen Brüdern und Schwestern im SOS-Kinderdorf bei den Hausaufgaben zu helfen. Mit 12 Jahren wurde er sogar Computer-Trainer im SOS-Nationalbüro in Brasilien.

Obwohl William nun schon lange nicht mehr im SOS-Kinderdorf wohnt, unterstützt er seine Brüder und Schwestern dort auch heute noch – einerseits in finanzieller Hinsicht, aber „…am liebsten motiviere ich sie dazu, weiterhin zu kämpfen, zu studieren und zu arbeiten“.


Obwohl er mehrere Stipendien erhielt und als Teenager an Austauschprogrammen teilnahm, durfte William wegen Visa-Problemen nicht in den USA Medizin studieren, was sehr enttäuschend für ihn war. Diese Tatsache hielt ihn jedoch nicht davon ab, sich zu einem hochqualifizierten Krankenpfleger der Intensivmedizin im Sao Camilo Krankenhaus in Sao Paulo ausbilden zu lassen.

Die Liste von Williams freiwilligen Einsätzen für Wohltätigkeitszwecke ist lang. Unter anderem hat er als Gründer und Vorsitzender des lokalen Rotary International Clubs viele Projekte organisiert, wie zB Fundraising, Gesundheitspflege, Sammlungen von Bekleidung, Essen und anderen Produkten für wohltätige Einrichtungen, sowie eine Spende von 1500 Büchern für Krankenhausbibliotheken.

Die Leistungen, auf die William besonders stolz ist, sind seine erfolgreiche Arbeit als Krankenpfleger, die Eröffnung einer eigenen Sprachschule, die Gründung und Führung eines Altenheims, sowie die Eröffnung einer Damenbekleidungsfabrik.